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    <title>Pichens Blog (Artikel mit Tag 3 Mal nachgedacht)</title>
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    <description>Lebe deinen Wahnsinn</description>
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    <pubDate>Tue, 03 Aug 2010 05:37:07 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Pichens Blog - Lebe deinen Wahnsinn</title>
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    <title>Vegetarier</title>
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            <category>3 Mal nachgedacht</category>
    
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    <author>nospam@example.com (pichen)</author>
    <content:encoded>
    Ich bin (k)ein Vegetarer. &lt;br /&gt;
Ich mag Fleisch, ich finde Fleisch nicht ekelig und ich habe auch nichts dagegen, wenn beim Grillen der Saft von einem Steak auf meinen Gemüsespieß läuft.&lt;br /&gt;
Aber ... ich esse kein Fleisch. Ich habe einfach irgendwann mal festgestellt, dass ich viel weniger Hautprobleme habe, wenn ich auf Fleisch verzichte. Ich habe keine Ahnung, ob es nur eine bestimmte Fleischsorte ist, die ich nicht vertrage, oder ob es allgemein Fleisch ist. Ich will es auch nicht ausprobieren. Ich lasse es einfach weg, und gut ist!&lt;br /&gt;
Ich esse Fisch, ich esse Eier, Milchprodukte und und und. Das alles ist unproblematisch.&lt;br /&gt;
In die Gruppe der Vegetarier falle ich schon deswegen nicht hinein, weil ich Fisch esse. Dennoch bezeichne ich mich als einer. Es ist einfach leichter. Bevor ich den Leuten, bei denen ich zum Essen eingeladen werde in allen Einzelheiten erkläre, was ich esse und was nicht, bin ich einfach Vegetarier, mit dem Begriff kann jeder etwas anfangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;

In meinem Bekanntenkreis wandeln mittlerweile eine ganze Menge &quot;Vegetarier&quot; herum. Es gibt welche, die wirklich nur auf Fleisch verzichten, aber so wie ich Fisch essen, und es gibt welche, die ernähren sich vegan und verzichten völlig auf alle Nahrungsmittel an deren Produktion tierische Produkte beteiligt sind.&lt;br /&gt;
Ich finde das hochinteressant und mich interessieren die Gründe, aus denen diese Leute auf dieses Nahrungsmittel verzichten. 
Eine Freundin vom mir hat beispielsweise mit 14 in einer Trotzphase aufgehört Fleisch zu essen und einfach nicht mehr damit angefangen. Da spielen überhaupt keine moralischen Bedenken eine Rolle. Sie isst es einfach nicht. 
Andere finden es nicht gut wenn Tiere geschlachtet werden oder begründen es so, dass sie selbst niemals ei Tier töten könnten und deswegen auch nicht wollen, dass andere es für sie tun.&lt;br /&gt;
All diese Meinungen sind OK. Und es ist völlig irrelevant, dass auch wenn Person X das Fleisch nicht mehr kauft, die Kuh Y trotzdem geschlachtet wird und das Essverhalten einzelner sicher keinen Einfluss darauf hat, dass Tiere für die Massenproduktion geschlachtet werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;

Von Fleischessern höre ich aber immer wieder solche, oder ähnliche Äusserungen:
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&quot;&lt;i&gt;Wenn sie schon Vegetarier sind, dann sollen sie auch konsequent sein. Ich verstehe nicht warum sie sich dann Tofuwürstchen oder ähnliches auf den Grill legen. Das ist schließlich nachgemachtes Fleisch. Dann sollen sie auch Sachen essen, die nicht wie Fleisch aussehen. Sowas kann ich nicht ernst nehmen!&lt;/i&gt;&quot;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Warum? Es geht schließlich darum, kein Fleisch zu essen, und wenn in dem Ding, das wie ein Schnitzel aussieht, nur Möhren und Kartoffeln sind, dann ist das doch in Ordnung. Und ... warum eigentlich soll sich denn ein Vegetarier vor einem Fleischesser rechtfertigen? 
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wenn jemand ein Nahrungsmittel nicht essen möchte, aus welchen Gründen auch immer, dann hat niemand das Recht, ihm diese Meinung schlechtzureden. Es schadet niemanden, wenn jemand etwas nicht tut.
Allerdings möchte ich auch nicht von Vegetariern angegriffen werden, weil ich Fleisch essen ok finde.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich selbst könnte niemals ein Tier töten und ich kann nicht nachvollziehen, dass Bauern so ein Tier päppeln und aufziehen und dann zum Schlachter bringen. Nun gut, ein Großbauer wird zu seinen Tieren keine großartige emotionale Bindung haben, aber der Kaninchenzüchter von nebenan hat diese schon. &lt;br /&gt;
Trotzdem würde ich das Fleisch dieser Tiere essen, wenn ich es vertragen würde und ich bin froh, dass es Leute gibt, die dafür bezahlt werden, Tiere zu töten. &lt;br /&gt;
Dieser Gedanke, vor Vegetariern angebracht, wurde als Doppelmoral ausgelegt. Einerseits nicht verstehen, dass Menschen ihre Tiere töten, andererseits aber das Fleisch essen.&lt;br /&gt;
Ich persönlich halte es aber nicht für doppelmoralisch, denn es geht mir nicht darum, dass das Tier getötet wird, sondern darum, dass eine emotionale Bindung zu dem Tier besteht. &lt;br /&gt;
Wenn ein Mensch irgendwo auf der Welt stirbt, ist das tragisch, aber mich persönlich berührt es nicht, solange ich ihn nicht gekannt habe. Wäre es aber ein Freund von mir, würde die Sache ganz anders aussehen. 
Das eigene Kälbchen zur Schlachtbank zu führen wäre für mich, die ich nicht ländlch aufgewachsen bin, vollkommen unvorstellbar. Menschen, die damit aufgewachsen sind, haben da eine andere Einstellung. Und das ist auch gut so.
Andernfalls würde unsere Wirtschaft nicht funktionieren. Wirtschaft basiert auf dem Umstand, dass Menschen für Geld Dinge tun, zu denen andere nicht fähig sind.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wenn ich manche Vegetarier so höre, habe ich das Gefühl, sie wollten mir eigentlich folgendes vermitteln: &quot;Wenn alle Menschen kein Fleisch essen würden, würden auch keine Tiere mehr getötet. Und das wäre gut!&quot;
Ich denke, das ist nicht richtig.&lt;br /&gt;
Machen wir doch mal das Gedankenexperiment. Wenn niemand mehr Fleisch essen würde, würde die Fleischindustrie zusammenbrechen. Die typischen Masttiere wie Schweine und Kühe würden nach und nach aus der Tierwelt verschwinden, denn es wäre für den Menschen nicht mehr rentabel, sie zu halten. Natürlich ist durch die wirtschaftliche Nutzung dieser Tiere, die Artenvielfalt sehr geschrumpft. Man züchtet halt lieber das, was mehr Ertrag bringt. Würden diese Tiere aber keinen Ertrag mehr bringen, würden sich nur noch Zoos und Liebhaber für deren Erhaltung interessieren. &lt;br /&gt;
Auswildern wäre ebenfalls keine Alternative. Zum Einen gibt es in der westliche Welt kaum noch Gebiete, in denen das ginge, zum anderen würden die Schweine über kurz oder lang anfangen, die Felder der Bauern zu plündern. 
Milchkühe wären wegen der Milch noch nützlich, aber wohin mit den ganzen jungen Bullen? Alle paar Jahre muss eine Kuh kalben, sonst gibt sie irgendwann keine Milch mehr. Jetzt ist es so, dass ausgewählte Bullen Zuchtbullen werden, während die anderen relativ früh geschlachtet werden. Äße keiner mehr Fleisch, müsste man sich dieser zusätzlichen Esser, die für den Bauern keinerlei Profit bringen, ebenfalls entledigen. Sie würden also trotzdem geschlachtet, nur dass das Fleisch dann ungenutzt vernichtet würde.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das wiederum ist eine Sache, die mir nicht schmeckt. Es reicht schon, dass heutzutage Überproduktionen an Nahrungsmitteln massenweise vernichtet werden. Das muss nicht noch mehr werden. Vor allem ist diese Vorstellung sehr beängstigend, wenn man sich vor Augen führt, dass in anderen Teilen der Welt immer noch gehungert wird.
Vegetarismus ist eine Sache, die nur möglich ist, weil wir in einer Luxusgesellschaft leben. Es ist das &lt;b&gt;bewusste&lt;/b&gt; Verzichten auf Fleisch und tierische Produkte. &lt;br /&gt;
Wir können es uns aussuchen. Viele Leute können das nicht. In ärmeren Ländern wird oft fleischlos gegessen, weil sich die meisten Leute einfach keines leisten können. Kommt so eine Familie aber an Fleisch, wird sie sicherlich nciht angeekelt den Kopf schütteln sondern es als willkommene Ergänzung des Speiseplans annehmen.&lt;br /&gt;
Fleisch ist ein großer Energielieferant. Energie die Für Menschen, die überwiegend harte, körperliche Arbeit verrichten, sehr wichtig ist. 
Für uns Couch-Potatoes ist es allerdings ziemlich egal. Wir können auch problemlos ohne.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Mensch hat sich im Laufe seiner Entwicklung von einem Pflanzenfresser (Beisp. Hompithecus) zu einem Allesfresser gewandelt. Das liegt schlicht und einfach daran, dass die Evolution beherrscht ist vom Überleben des Stärkeren und stärker waren die, deren Verdauungssystem und deren Gebiss dazu fähig war, Fleisch zu verarbeiten. &lt;br /&gt;
Mir kann niemand erzählen, dass der Mensch nicht dazu gemacht ist, Fleisch zu essen. Das trifft auf einige unserer frühen Vorfahren zu, sicher aber nicht auf uns, den Cro Magnon Mensch. Unser Gebiss hat sowohl Zähne, mit denen das Zermahlen von Pflanzenfasern möglich ist, als auch Reißzähne und Schneidezähne, mit denen Fleisch zerkleinert werden kann. &lt;br /&gt;
Unsere Augen sind nach vorne gerichtet, wie es bei Raubtieren der Fall ist. Die Augen von Pflanzenfressern liegen in der Regel seitlich, was ihnen eine Jagd erschweren würde, ihnen aber einen guten Überblick und damit bessere Chancen zur Flucht ermöglicht. 
Unser Magen- und Darmtrakt weist sicherlich auch einige Besonderheiten auf, die das Verdauen von sowohl tierischen, als auch pflanzlichen Nahrungsmitteln ermöglicht, aber um hier ins Detail zu gehen, kenne ich mich zu wenig mit Biologie aus.&lt;br /&gt;
Fakt ist aber: Wir haben uns, was sie Ernährung betrifft, zu einem eierlegenden Wollmilchschwein entwickelt, das eigentlich die meisten Arten von Nahrungsmitteln verdauen kann. Wir haben die Wahl. Und da wir auch in der glücklichen Lage sind, in einer Gesellschaft des Überflusses zu leben, kann sich jeder von uns aussuchen, was er essen und nicht essen will. 
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Also: Esst was ihr wollt, aber erzählt mir davon :)





  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 01 Aug 2010 12:22:00 +0200</pubDate>
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<category>fleischesser</category>
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    <title>Neues Sparpaket</title>
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            <category>3 Mal nachgedacht</category>
    
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    <author>nospam@example.com (pichen)</author>
    <content:encoded>
    War ja irgendwie klar. 
Wieso sollte man auch bei den Reichen sparen? Es gibt weniger Reiche als Arme. Wenn man also an den Armen spart, hat man unterm Strich mehr, als würde man die Reichen schröpfen.
Ausserdem haben die Reichen eine stärkere Lobby!
Tja, Arbeitslose und HARZ4-Empfänger. Zieht euch warm an im Alter und beginnt rechtzeitig, Holz aus öffentlichen Wäldern zu stehlen.
Es wird kalt in Deutschland!

  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 09 Jun 2010 07:43:00 +0200</pubDate>
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<category>rollenspiel</category>

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    <title>Todesstrafe für Kinderschänder</title>
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            <category>3 Mal nachgedacht</category>
    
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    <author>nospam@example.com (pichen)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;
Kürzlich hatte ich eine Mail von MeinVZ im Postfach, in der ein Kumpel mich in die Gruppe &quot;Todesstrafe für Kinderschänder&quot; einlud. Für einen kurzen Moment dachte ich darüber nach, einzutreten. Immerhin finde ich ja, wie die meisten meiner Mitmenschen,  Kinderschändung und auch allgemein Gewalt gegen Kinder furchtbar. Wie sollte man auch anderer Meinung sein? 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber  ... ich bin im gleichen Maße strikt gegen die Todesstrafe und ich bin heilfroh, dass mein Land, Deutschland, diese Strafe abgeschafft hat. &lt;br /&gt;
Und in diesem Falle bin ich auch tatsächlich mal stlolz auf die Errungenschaften des Landes, in dem ich zufällig geboren bin. Hurrah Deutschland!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Aber mal ehrlich - angenommen die Forderung &quot;Todesstrafe für Kinderschänder&quot; würde in irgend einer Art und Weise gesetzlich durchkommen. Wie lange würde es denn dauern, bis man über die nächste Ausnahme in unserer Rechtsprechung nachdenken würde? &lt;br /&gt;
&quot;Todesstrafe für Sexualstraftäter&quot; &lt;br /&gt;
&quot;Todesstrafe für Mörder&quot; &lt;br /&gt;
&quot;Todesstrafe für Kindesmisshandler&quot; &lt;br /&gt;
&quot;Todesstrafe für Hexen und Okkultisten&quot; &lt;br /&gt;
&quot;Todesstrafe für Tierquäler, Steuerhinterzieher, Black Metal Fans, Hacker und diejenigen, die in der Schule nie ihre Hausaufgaben gemacht haben!&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ja bringt sie alle um, das würde dem Land sicher hohe Kosten für Gefängnisaufenthalte und Psychotherapien ersparen ... aber ... ich würde mich in diesem Land nicht mehr sicher fühlen.&lt;br /&gt;
Was wäre, wenn man mich unschuldig eines dieser Verbrechen bezichtigen würde? Was wenn mich jemand aus dem Weg haben wollte?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In der Geschichte der Welt hatte man so etwas doch immer wieder, seien es die Hexenverfolgungen, Judenmassacker, oder jegliche andere Form von Verfolgung und Ausrottung bestimmter Minderheiten die man aus dem Weg haben wollte. 
Die Todesstrafe spielt solchen hinterhältigen Machenschaften immer wieder wunderbar in die Hände, denn es gibt ja gesetzlich verankert eine Möglichkeit, Unruhestifter dauerhaft aus dem Weg zu schaffen. 
Und selbst wenn deren Unschuld Jahre später bewiesen wird, wer schnappt sich dann wohl eine Schaufel um den verwesenden Leichnahm aus seinem Grab zu holen und verzweifelte Wiederbelebungsversuche zu unternehmen?
Was weg ist ist weg! Wie praktisch!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und ganz nebenbei halte ich es als Christ mit meiner Religion nicht für vereinbar. Immerhin steht doch in den 10 Geboten, dass man gefälligst nicht töten soll.
Und das gilt nicht nur für Situationen die uns gut passen, in denen wir den guten Christen spielen können ohne dass uns unser Moral- und Menschlichkeitsgefühl im Wege steht. Es steht da nicht &quot;Töte nicht die guten Menschen!&quot; es steht da: &quot;Du sollst nicht töten!&quot; so kurz und unmissverständlich wie ein Satz nur sein kann.
Also auch keine Kinderschänder, und wir sollen auch nicht andere dazu auffordern, es zu tun. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&quot;Du sollst nicht töten!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Du sollst nicht töten, es sei denn es ist ein Kinderschänder, Kindesmisshandler, Mörder oder Black Metal Fans!&quot;&lt;/p&gt;
&quot;Oder es ist Krieg, denn da gelten ja immer andere Gesetze ... oder? Wirklich? Auch für Gott?&quot;&lt;/p&gt;
&quot;Aber warum?&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Der Mensch hat nicht über Leben und Tod zu bestimmen, und wer sich heute noch mit gutem Gewissen Christ nennt sollte sich über solche Dinge wirklich mal Gedanken machen. Es heisst auch nicht &quot;Du sollst nicht töten, es sei denn ein anderer hat vorher getötet oder etwas anderes schändliches getan! Denn, auch wenn es schön einfach ist, es wird nicht von einem Christen erwartet sich alles so zu drehen wie es ihm gerade gefällt. Solches Verhalten steht eher in den Geboten der Gegenparei.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ausserdem: Was verspricht man sich überhaupt von der Idee, Kinderschändern mit Todesstrafe zu drohen? Abschreckung?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Pädophile sind psychisch krank! Da wird die Androhung des Todes auch keine Schandtaten verhindern. Wichtiger wäre die Aufstockung des Personals in Schulen und öffentlichen Einrichtungen um Psychologen und Personen, zu denen Kinder mit ihren Sorgen gehen können. Genauso wichtig ist es, dass jeder von uns mit größeren und offeneren Augen durch die Welt spatziert um Anzeichen von Missbrauch früh zu erkennen. Kindern müsste beigebracht werden, mit solchen Situationen umzugehen und im richtigen Moment laut und deutlich &quot;NEIN!&quot; zu sagen. Es gibt so viele Dinge, die getan werden müssen, um dem Problem Herr zu werden und von denen ist nicht ein einziges leicht für diejenigen, von denen es erwartet wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein neues Gesetz zu erlassen und eine neue Strafe auszusetzen würde gegen Kindesmissbrauch genauso viel Erfolg haben wie der Versuch durch das Verbot von so genannten Killerspielen Amokläufe zu verhindern.
Gar keinen!
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vielen Dank fürs Zulesen.
&lt;/p&gt;

   
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 19 Mar 2010 18:16:00 +0100</pubDate>
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    <title>Böse Katholiken</title>
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            <category>3 Mal nachgedacht</category>
    
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    <author>nospam@example.com (pichen)</author>
    <content:encoded>
    Im Moment hat sich die Presse auf die katholische Kirche eingeschossen. Jeden Tag sehe ich mindestens einen Bericht in der Zeitung über Missbrauchsopfer aus Klosterschulen, die sich nach Jahren melden und ihre Peiniger anklagen. &lt;br /&gt;
Ich finde es sehr schön, dass jahrelanger Missbrauch an Kindern nun endlich herauskommt und nun, teilweise nach 30 Jahren endlich verfolgt wird. Aber eigentlich frage ich mich: Hätte da nicht eher was passieren sollen?&lt;br /&gt;
Die Täter von damals sind jetzt längst pensioniert oder bereits tot. Es ist niemandem geholfen, wenn sie jetzt noch einmal an die Öffentlichkeit gezogen werden.  &lt;br /&gt;
Was diese Welle der Entüllung ebenfalls mit sich zieht, ist das Misstrauen der Eltern gegen kirchliche Einrichtungen. Wer möchte sein Kind denn auf eine Schule schicken, wo es nachweislich Kindesmissbrauch gegeben hat? Zusätzlich ist es ja auch so, dass katholische Priester im Volksglauben schon seit Jahren als pädophil verschrien sind. Ein Feuer, dass durch diese Medienwelle noch gehörig angefacht wird.&lt;br /&gt;
Ehrlich gesagt tun mir die kirchlichen Einrichtungen mittlerweile richtig leid. Da hat es vor Jahren einen Lehrer gegeben, der sich an Kindern vergriffen hat, ohne dass es bemerkt wurde - was somit auch nicht rechtzeitig unterbunden werden konnte, und jetzt, jahrzehnte später, wird die Schule zur Rechenschaft gezogen für eine Straftat, die ein Einzelner verübt hat ohne dass es der Rest des Kollegiums wusste. Die Schule gerät in Verruf.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Immer wieder höre ich jetzt auch die Meinung, dass die katholischen Priester heiraten sollen. Dann würde so etwas nicht mehr passieren. Doch diese Meinung halte ich für Unsinn. Wenn jemand pädophil veranlagt ist, steht er auf Kinder. Da kann die Anwesenheit einer Ehefrau nichts drann ändern.&lt;br /&gt;
Und niemand kann mir erzählen, dass ein nichtpädophiler Mann in einem kleinen Jungen ein Ersatzobjekt für eine erwachsene Frau sehen kann.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich denke, dass Erschreckendes heraus kommen würde, wenn zusätzlich zu den katholischen auch die evangelischen Jugendgruppen und Einrichtungen überprüft würden. Noch erschreckender würde es werden, wenn man dazu noch in der Vergangenheit nichtkirchlicher Schulen und Kindergärten  graben würde. Ich würde wetten, dass jede ältere Internatsschule irgendwann schon mindestens einen Fall von Missbrauch erlebt hat, der aber tunlichst unter den Teppich gekehrt wurde. &lt;br /&gt;
Bei Sportvereinen ist es allgemein bekannt, dass vor allem die netten Opi-Trainer gerne mal wie zufällig einem der Mädchen an den Hintern packen.
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das Problem liegt meiner Meinung nach nicht bei der katholischen Kirche allein, auch wenn ich denke, dass es schön wäre, wenn deren Priester endlich heiraten dürften. Das Problem ist, dass in Schulen, Kindergärten, Ferienfreizeiten, Sportvereinen und anderen Bereichen in denen Kinder zusammenkommen und von fremden Leuten betreut werden, kleine Anzeichen für Missbrauch einfach übersehen werden - und sei es nur der Trainer, der einem Mädchen einen Klaps auf den Hintern gibt um es wieder ine Spiel zu schicken.&lt;br /&gt;
Andererseits muss ich auch zugeben, dass solche Zeichen enorm schwer zu erkennen sind. Eine zufällige Berührung kann wirklich nur Zufall sein und letztendlich liegt die Aufgabe der Aufdeckung wohl zwangsläufig bei den Leuten, denen sie am schwersten fällt. Bei den Opfern selbst, denn Missbrauch hat meistens keine Zeugen.


  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 10 Mar 2010 07:57:00 +0100</pubDate>
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<category>katholisch</category>
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    <title>Winnenden Amoklauf und die Lösungen die keine sind</title>
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            <category>3 Mal nachgedacht</category>
    
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    <author>nospam@example.com (pichen)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;So, es war wieder mal so weit. Ein 17 jähriger Aussenseiter ist ausgerastet und hat 16 Menschen umgebracht. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist schon krass, dass so etwas in den letzten Jahren immer wieder passierte und das Schwierigste an der Situation ist, dass diese Leute, die letztentlich zur Waffe greifen, niemals irgendjemandem aufgefallen sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jetzt, da das Kind in den Brunnen gefallen ist, werden wieder Stimmen laut und man sucht die Schuldigen die dafür verantwortlich sind, dass dieser Fall von unnützer Gewalt nicht verhindert werden konnte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Politiker beraten sich, Psychologen melden sich zu Wort und alle versuchen das Problem zu pauschalisieren und dann eine allgemeingültige Lösung zu finden die das Land sich wie einen Handschuh anziehen kann um derartiges in Zukunft zu verhindern.&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;Allgemein weiss keiner, warum Tim K. am 11.03.2009 zur Waffe griff, seine ehemalige Schule aufsuchte und dort um sich schoß, aber Experten haben Anzeichen gefunden, die auch auf andere Amoklaufende Schüler zutrafen:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Sein Vater ist im Schützenverein und hat ihn zum Schießen mitgenommen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Er war laut Attest depressiv&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Auf seinem Rechner fand man Porno Bilder&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Auf seinem Rechner waren Spiele wie Counter Strike installiert&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Er hatte wenige Freunde&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Er galt als ruhig und freundlich&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Er war Waffennarr&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Maßnahmen, die im Gespräch sind, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern sind folgende:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Besserer Schutz für Schulen, Sicherheitssysteme, Keycards&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Verschärfung des Waffengesetzes&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Auffällige Personen schneller erkennen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Killerspiele verbieten&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Geben wir den Maßnahmen eine Chance und gehen sie einmal im Geiste durch:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Besserer Schutz für Schulen, Sicherheitssysteme, Keycards&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn ich so an meine alte Schule zurückdenke, müsste man dort das ganze Gelände einzäunen und nur an definierten Aus- und Eingängen einen Zutritt ermöglichen. Man bräuchte elekronische Systeme an den Türen, die nur Berechtigten den Zutritt gewähren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die billigere Methode wäre vielleicht ein Pförtner.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jeder Schüler, jeder Lehrer bekäme eine Berechtigungskarte. Aber was, wenn die mal vergessen wird? Wenn sie verloren geht oder wenn Eltern ihre Sprößlinge abholen wollen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um die Sache wirklich sicher zu machen bräuchte man auch einen Wachschutz, der am Zaun entlang patroulliert, denn was hindert einen Menschen, der entschlossen ist ein Blutbad zu veranstalten daran, einfach über den Zaun zu klettern oder ihn zu beschädigen um auf das Gelände zu kommen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er könnte auch einem Schüler die Karte wegnehmen und mit dieser das Gelände betreten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich würde er auffallen wenn an der Tür ein Metalldetektor angebracht worden ist, aber auch der kostet wieder Geld.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alles in allem ist dieser Vorschlag nicht bezahlbar auch wenn er sich gut gemeint anhört.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Verschärfung des Waffengesetzes&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Problem in diesem Falle war ja nicht das Waffengesetz, sondern die Einhaltung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Frage ist, warum hat man so etwas überhaupt zuhause? Es ist ja nicht so, dass man Leib und Leben damit schützen müsste.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Schlüssel zum Waffenschrank kann schnell in die falschen Hände geraten und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass jemand an die Kombination des Safes gelangt. In den meisten Fällen von tödlichen Unfällen mit Waffen ist allerdings Unaufmerksamkeit der Grund. Die Dinger wurden einfach irgendwo liegen gelassen sodass Sohnemann sie in die Finger bekam.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Idee, da das Gesetz zu verschärfen und beispielsweise zu verlangen, dass Schusswaffen direkt im Schützenverein verwahrt werden halte ich für sinnvoll.&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Auffällige Personen schneller erkennen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da stellt sich die Frage: Wer ist auffällig? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ruhige Menschen? Leute mit wenigen Freunden? Gerade diejenigen die sich in der Öffentlichkeit gewalttätig zeigen sind ja nicht die, die nachher zur Waffe greifen und amoklaufen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich denke es ist unheimlich schwer, eine solche Person zu erkennen denn gerade Menschen die massive Probleme haben entwickeln ein vortreffliches Geschick darin, es so aussehen zu lassen, als sei alles in Ordnung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Lehrer sind bei solch einer Aufgabe einfach überfordert. Sie müssen sich schon viel zu sehr um diejenigen kümmern die auffallen. Leute die ruhig sind und keinen Ärger machen können sie nicht auch noch im Auge behalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Killerspiele verbieten&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Jawoll da haben wir es wieder unser Lieblingsthema. Schäuble hat in einem &lt;a title=&quot;Schäuble Chat&quot; target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video463000_bcId-_ply-internal_res-flash256_vChoice-video463000.html&quot;&gt;Livechat &lt;/a&gt;klargestellt, dass die Waffengesetze in Ordnung wären und auch die Sicherheit an Schulen nicht verbessert werden bräuchte. Einzig und allein sollten Killerspiele verboten werden denn dort würden in amokläufern Mechanismen freigesetzt, die sie, die Jungendlichen ... zu der Tat verleiten?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Herr Schäuble verteidigt Sportschützen, immerhin sind sie eine starke Lobby. Nein Waffen sollen nicht verboten werden. Es sei ja Teil der Kultur des Menschen - und fügt das Beispiel der Jagd an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kinder und Jugendliche sollen von gewalttätigen Medien fern gehalten werden - das ist ja auch nicht falsch. Nur ist ein 17 Jähriger kein Kind und er ist selbstständig in der Lage sich die Unterhaltung zu besorgen, die ihm gefällt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tim K. hatte wie fast jeder Jugendliche in seinem Alter ein paar Shooter auf dem Rechner und ein paar Pornos. Das zeichnet ihn als normal aus, nicht als Amokverdächtig. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Zu guter Letzt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Seit der Tat beratschlagen Politiker, Psychologen, Lehrer und alles was sich noch zu Wort meldet über Maßnahmen, die man ergreifen muß um Derartiges in Zukunft zu verhindern. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Leider ist es so, dass keines der oben angeführten Indizien wirklich schuld an einem Amoklauf sein können und so werden auch Maßnahmen die dagegen veranstaltet werden wirkungslos bleiben. Der nächste Amoklauf wird kommen und weder ein verschärftes Waffengesetz, noch aufmerksame Lehrer, noch ein Verbot von Computerspielen wird das verhindern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tim K. war, so schwer das auch zu akzeptieren ist, normal.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er wurde von seinem Vater mit in den Schützenverein genommen. Gerade in solchen Vereinen ist es oft so, dass sie ihren Nachwuchs aus den Söhnen und Töchtern der Mitglieder rekrutieren. Es ist also nicht unnormal, dass er dort präsent war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er war wohl ein ruhigerer Mensch, der wenig auffliel. Er war eher ein Außenseiter, vielleicht wurde er gemobbt, aber auch das passiert vielen und ist nicht unnormal. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er hatte einen Computer auf dem sich genau das befand, was man auf dem Computer eines Jungen in dem Alter erwartet. Es hätte mich mehr gewundert wenn sich dort kein Shooter befunden hätte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine weitere Information, die eher zwischen den Zeilen genannt wurde war, dass er eine Schule für Wirtschaft besuchte. Vielleicht die höhere Handelsschule. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus Erfahrung weiss ich, dass viele, die keine Ausbildungsstelle bekommen, erst einmal eine solche Schule besuchen um ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu verbessern. Auch das ist nicht unnormal, aber spinnen wir den Gedanken mal weiter:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vielleicht hat er nach einer Ausbildungsstelle gesucht aber keine gefunden.Vielleicht war da ein Mädchen das ihn abgewiesen hat. Vielleicht wurde er in der Schule nicht anerkannt. Vielleicht wurde er zuhause nicht ernst genommen. Vielleicht wurde der Frust irgendwann so groß, dass er ihn nicht mehr kontrollieren konnte und wollte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meiner Meinung nach stehen Jugendliche heutzutage unter ungleich höherem Druck als noch vor 30 oder 40 Jahren. Schuld daran sind unter anderem die Medien die und vorgaukeln wie ein normales Leben auszusehen hat, wie man selbst auszusehen hat, was man zu leisten hat und wann man ein Versager ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es war nie so schwer einen Ausbildungsplatz zu finden. Nach der Schule stehen Jugendliche plötzlich allein vor einer riesigen Anzahl von Berufen aus der sie erst mal einen auswählen müssen und dann feststellen müssen, dass es niemanden gibt der bereit ist, sie darin auszubilden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Angebot an Ausbildungswilligen ist größer als das Angebot an Ausbildungsstellen. Deswegen können sich die Firmen das herauspicken, was ihnen am Besten erscheint. Ein selbstbewusster, gutaussehender Jugendlicher wird sicher lieber genommen als ein schüchterner Kerl mit Pickeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine weiterführende Schule nimmt jeden, der einen entsprechenden Abschluss hat, doch die schiebt das Problem nur 2 Jahre hinaus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe trotz Computerspielen keine zunehmende Gewaltbereitschaft bei Kindern. Prügeleien und Mobbing auf dem Pausenhof hat es schon immer gegeben, nur wurde es früher nicht so thematisiert. Glaubt man den Kindheitserinnerungen einiger bekanter Autoren, war das sogar viel krasser, als es heutzutage der Fall ist. Der Mensch ist nun mal ein kriegerisches Geschöpf und das kann man ihm mit gutem Zureden nicht austreiben. &lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;Ich denke aber, dass viele Menschen mit ihrer Situation und ihrer zugewiesenen Rolle in der Gesellschaft nicht zurechtkommen. Misserfolg und Erwartungen spielen da eine große Rolle und ich denke da könnte man versuchen anzusetzen. Man muss versuchen, Jugendlichen den Druck zu nehmen, der spätestens nach Abschluss der Schule auf sie zukommt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Existenzangst ist nichts, das einen 16 - 20 Jährigen belasten sollte. Arbeits- und Jugendämter sollten versuchen, Jugendliche aufzufangen und ihnen Selbstbewusstsein und Perspektiven verschaffen. Dort ist sicherlich mehr kompetentes Personal vonnöten. &lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;
&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 14 Mar 2009 13:28:00 +0100</pubDate>
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    <category>3 Mal nachgedacht</category>

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    <title>RTFM-Trolle</title>
    <link>http://pichen.lionhead.org/index.php?/archives/26-RTFM-Trolle.html</link>
            <category>3 Mal nachgedacht</category>
    
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    <author>nospam@example.com (pichen)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;RTFM, oder für die Leute, die sich nicht so gut mit Abkürzungen
auskennen &amp;quot;read the fucking manual&amp;quot;, ist ein Begriff den sich mit
Vorliebe computerbegeisterte Freaks um die Ohren schlagen um dem
Anderen zu signalisieren, dass sie 1. klüger sind als sie, 2. keine Lust
haben die Frage zu beantworten die 3. unheimlich blöd ist denn sie hätten
ja auch das Handbuch lesen können und es selbst herausfinden können. &lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;Ich
persönlich könnte agressiv werden, wenn ich so etwas als Antwort auf
eine Frage bekomme denn wenn ich frage habe ich meistens bereits &lt;a href=&quot;http://www.google.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;google&lt;/a&gt;
und alle möglichen anderen Suchmaschinen befragt, alle möglichen
Hilfetexte dazu nicht verstanden und das Handbuch an die Wand geschmissen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das
größte Problem ist ja, vor allem für einen &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Neuling&quot;&gt;Anfänger&lt;/a&gt;, erst einmal das
Suchwort zu finden das in Verbindung mit einer &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Suchmaschine&quot;&gt;Suchmaschine&lt;/a&gt; oder einer
&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Tutorial&quot;&gt;Tutorialseite&lt;/a&gt; eine passende Antwort generiert. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mal Hand aufs Herz, wer hat nicht in seiner Anfangszeit verzweifelt vor &lt;a href=&quot;http://de.selfhtml.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Selfhtml&lt;/a&gt; gesesen und sich gefragt welchen Link er klicken muss um überhaupt zu begreifen was man mit diesem HTML eigentlich tun kann?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Je komplizierter das Thema aussieht, desto schwieriger
ist der Einstieg. Wohl dem der jemanden findet, der fünf Minuten seiner
Zeit obfert um den Newbie von &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Mensch&quot;&gt;Mensch&lt;/a&gt; zu Mensch ein paar Fragen
zu beantworten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese fünf Minuten ersparen nämlich oft stundenlanges nervtötendes Suchen und nicht selten das frustrierte Aufgeben.&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;Nur
leider gibt es sehr viele Experten, die nur zu einer vernünftigen
Antwort zu bewegen sind, wenn die Frage sie geistig inspiriert, was nur
dann der Fall ist, wenn der Fragesteller in etwa auf dem gleichen
intelektuellen Niveau schwebt wie sie selber. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Newbie wird
bestenfalls mit einem blöden Spruch, beispielsweise dem
allseitsbeliebten &amp;quot;RTFM&amp;quot; und einen Link zu einer Seite die ein paar
Funktionen der jeweiligen Programmiersprache, womöglich noch auf
englisch, beschreibt, abgespeist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Newbie ist dann meistens genauso schlau
wie vorher, denn er hat wieder das Problem des fehlenden Suchbegriffs,
denn noch hat er nicht genügend Erfahrung in dem Bereich um treffende
Fachbegriffe zu kennen.&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;Man könnte denken, dass diese Experten, die es anscheinend nicht mögen befragt zu werden, sich auch ungern in die Situation bringen, befragt zu werden, doch da irrt man gewaltig. Diese RTFM-Trolle tummeln sich besonders gerne in Hilfeforen und Chats, finden jede doofe Anfängerfrage als erstes und beantworten sie auf eine Art und Weise, die niemandem etwas nützt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Newbie fühlt sich nur noch hilfloser und dämlicher und weiss immer noch nicht wie er weitermachen soll. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine mit den RTFM-Trollen eng verwandte Spezies sind die BenutzDieSuchfunktion-Trolle, deren Opfer frisch angemeldete Forenbenutzer sind, die sich mit der Navigation im Forum noch nicht gut genug auskennen um die passenden Suchbegriffe für ihre Frage in die vorhandene Suchfunktion einzugeben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie warten nur darauf, dass ein verirrter Neuer eine schon mal gestellte Frage stellt, um ihn dann unmissverständlich und ebenso freundlich darauf hinzuweisen, dass er gefälligst selbst suchen soll bevor er den kostbaren Platz im Forum mit einer Frage verschwendet, die die Augen der Altuser schon einmal gesehen haben.&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;&lt;p&gt;Manches Mal frage ich mich, warum sich Leute überhaupt noch trauen, sich in ein unbekanntes Forum einzutragen oder eine Frage in einem Themenforum zu stellen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich jedenfalls rechne meist schon fest damit, eine solche Antwort zu bekommen und liege in vielen Fällen nicht einmal falsch mit der Vermutung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin sicher nicht der beste Programmierer, Hundehalter oder Regelkenner im Rollenspielbereich, aber ich bin nicht dämlich und ich mag es nicht als dämlich hingestellt zu werden nur weil ich eine Frage stelle, deren Antwort ich auch mit einer bestimmten Kombination von Suchbegriffen bei Google hätte finden können. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sind Foren-Communities nicht eigentlich dafür da, eine Kommunikation zwischen Leuten zu ermölglichen? Wäre es nicht manches Mal auch interessant ein für Profis einfaches Problem mit einem Newbie noch einmal zu besprechen? Wäre es nicht vielleicht sogar möglich, in einem solchen Gespräch selbst noch auf kreative Ideen zu kommen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Liebe Trolle, wollt ihr ein Forum haben in dem keiner was schreibt nur weil die Antworten alle auch irgendwo im WWW mit einer Suchmaschine aufzufinden sind?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ist es das was ihr wollt?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein sauberes, ruhiges Forum?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
&lt;/p&gt;  
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    <pubDate>Wed, 11 Feb 2009 18:22:13 +0100</pubDate>
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    <category>3 Mal nachgedacht</category>

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    <title>In the Flow</title>
    <link>http://pichen.lionhead.org/index.php?/archives/19-In-the-Flow.html</link>
            <category>3 Mal nachgedacht</category>
    
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    <author>nospam@example.com (pichen)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Wenn man Leuten, die noch nie mit
Rollenspiel zu tun hatten, erklären will was Rollenspiel ist,
fängt man häufig irgendwie so an: Jeder kennt das. Man
liest einen spannenden Roman oder guckt einen spannenden Film im
Fernsehen, fiebert mit dem Helden der Geschichte mit und erlebt die
Handlung aus seinen Augen. Es ist als erlebe man selbst diese
fantastischen Sachen. Man ärgert sich über Nebenfiguren die
sich dämlich verhalten und lebt einfach die Handlung, die man
eigentlich nur als Zuschauer erlebt.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Es gibt allerdings Leute, die erleben
diese Handlung nur als Zuschauer. Sie schaffen nicht den Sprung in
die Realität des Actionhelden und bleiben hinter der Mattscheibe
sitzen so als beobachteten sie eine Szene aus dem Fenster heraus. 
&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Bei diesen Leuten läuft man mit dieser Standarderklärung buchstäblich vor die Wand.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Ich hätte früher nie gedacht, dass es so etwas überhaupt gibt. Bei mir ist es immer so gewesen. Wenn ich mich auf etwas konzentriert habe, war ich da. Es gab nur noch die eine Sache. Wenn ich Fernsehen geguckt habe da konnten meine Eltern mich ruhig ansprechen. Ich habe zwar irgend eine Antwort gegeben, aber an diese konnte ich mich später nicht mehr erinnern. Lehrer haben sich oft darüber beschwert, dass ich im Unterricht unaufmerksam wäre weil ich so abwesend wirke, dabei war es teilweise sogar der Unterrichtsstoff, mit dem ich mich in Gedanken beschäftigte.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Wenn ich anfange, Tischtennis zu spielen sehe ich anfangs alles um mich herum. Die Platte, den anderen Spieler, die Platten daneben und auch die Spieler die an den anderen
Platten spielen. 
&lt;br /&gt;Nachdem ich aber ein paar Bälle gespielt habe existiert nur noch das Spielfeld, mein Schläger und der Ball! 
&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Wenn ich programmiere, gibt es irgendwann auch nur noch das Programm und mich. So etwas banales wie die Zeit vergesse ich einfach und ich fühle mich extrem gestört wenn mich dann jemand anspricht. 
&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Ein ehemaliger Lehrer von mir erzählte einmal, so etwas würde man In the Flow nennen und nur wenige Leute hätten diese Eigenschaft. Er selber fände es faszinierend, aber er könne das nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Das hat mich irritiert denn ich hielt
es für vollkommen natürlich. 
&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Jemand der es nicht hat kann ich irgendwie nur bemitleiden, denn ihm entgeht einiges.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Ich gehe einmal davon aus, dass jeder Rollenspieler diese Fähigkeit bis zu einem gewissen Grad hat, anders wäre es ja gar nicht möglich in fremde Welten zu reisen und mit der Fantasie als einziges Werkzeug Abenteuer zu erleben, doch nun verstehe ich, warum es Leute gibt die überhaupt nichts mit diesem Hobby anfangen können.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Es ist nicht etwa ein Mangel an Fantasie, sondern ein Mangel an der Fähigkeit, sich hundertprozentig auf eine Sache zu konzentrieren.&lt;/p&gt;
&lt;p style=&quot;margin-bottom: 0cm;&quot;&gt;Man muss halt einfach ein bisschen in the Flow sein, um ein Rollenspiel zu begreifen. 
&lt;/p&gt;

  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 03 Sep 2008 08:40:59 +0200</pubDate>
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    <category>3 Mal nachgedacht</category>

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    <title>Arbeitslosenzahlen sinken</title>
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            <category>3 Mal nachgedacht</category>
    
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    <author>nospam@example.com (pichen)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Na sicher,&lt;/p&gt;&lt;p&gt;angeblich sinken die Arbeitslosenzahlen und die Agentur für Arbeit klopft sich selbstgefällig auf die Schulter. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Verschwiegen wird allerdings, dass das Arbeitsamt regelmäßig ihre Arbeitslosen in verschiedene Maßnahmen und Lehrgänge schickt und sie für diese Zeit von seinen Listen streicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Leute leben dann zwar immer noch von Harz4, stehen aber nicht mehr auf der Statistik.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Herzlichen Glückwunsch, für so viel Aktenschieberei verdient die deutsche Bürokratie ein extra lautes&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;quot;RESPEKT!&amp;quot;&lt;/p&gt;
  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 01 Jul 2008 17:02:00 +0200</pubDate>
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    <category>3 Mal nachgedacht</category>

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    <title>Kunst und Aussage</title>
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    <author>nospam@example.com (pichen)</author>
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    &lt;p&gt;Als ich 14 war, saß ich einmal mit meinen Buntstiften im Garten und habe versucht unser Blumenbeet zu malen. Plötzlich stand meine Mutter hinter mir, blickte auf mein Bild und sagte: &amp;quot;Weisst du was man über Kinder sagt, die schwarze Bilder malen? Dass sie Probleme haben.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich blickte auf das Blumenbeet, auf dem sich neben gepflegter, von Unkraut befreiter sauber geharkter Erde ein paar bunte Blumen befanden. Was sollte ich machen? Erde ist schließlich schwarz. Sollte ich sie etwa rosa malen damit nicht der Verdacht aufkam, dass ich Probleme hätte?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe das Bild nicht zuende gemalt, damit sich meine Mutter keine Sorgen macht, aber mal ehrlich:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wieso kann ein Bild nicht mal einfach nur ein Bild sein? Wieso müssen Leute immer Dinge hineininterpretieren?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja sicher, ich habe damals in der Schule, als man so etwas im Deutsch Unterricht gemacht hat wirklich Spaß daran gehabt, ein Bild oder eine Kurzgeschichte zu drehen und wenden, von einem anderen Blickwinkel zu betrachten, und dann meine Gedanken dazu aufzuschreiben, aber woher soll ich denn wissen ob der Künstler sich wirklich genau das dabei gedacht hat?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vielleicht wollte er nur ein schönes Bild malen, oder ein Erlebnis niederschreiben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als ich mein Abitur machte wurde das alles dann noch viel extremer, weil dann auch noch auf den Hintergrund des Künstlers und dessen Werdegang eingegangen wurde. &amp;quot;Herr XY wurde im Krieg geboren, seine Mutter starb in einer Bombennnacht und er war schwul. &amp;quot;Das blutrote Kleid, dass die Frau auf seinem Bild trägt kann also nur bedeuten dass er nicht nur keinen Bezug zum weiblichen Geschlecht hat, sondern es sogar als Gefahr angesehen hat.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nette Idee, aber was ist wenn er einfach nur die Farbe Rot mochte?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Letztentlich ist es ja recht spannend sich die Bilder anderer Leute mal mit anderen Augen anzusehen, aber muss man das alles immer so ernst nehmen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich kann auch lange vor einem guten Bild stehen, auf dem mir immer neue Details auffallen, aber ist es nicht eine Anmaßung, die Gedanken des Künstlers aus ein paar Pinselstrichen herzuleiten?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Genauso ist es mit Geschichten. Es kann ja sein, dass der Autor, der in Zeiten der Unterdrückung ein ganz besonders rebellisches Kinderbuch geschrieben hat, damit gegen die Unterdrückung rebellieren wollte. Aber machen wir uns mit diesem Totinterpretieren nicht den Zauber der Geschichten kaputt?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn ich schon höre dass Bücher als nicht sehr pädagogisch eingestuft werden weil sie den Kindern &#039;veraltete&#039; Werte vermitteln sollen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tja, die &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Die-Struwwelliese-Cilly-Schmitt-Teichmann/dp/3896009176/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1214052108&amp;sr=8-1&quot; title=&quot;Amazon&quot;&gt;Struwellise&lt;/a&gt; und der &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Struwwelpeter-Lustige-Geschichten-drollige-Bilder/dp/3480063349/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1214052108&amp;sr=8-3&quot;&gt;Struwelpeter&lt;/a&gt; kommen nun mal aus einer anderen Zeit und vermitteln nicht die Werte die Pädagogen den Kindern unserer Generatin gerne aufzwingen wollen. Das macht aber die Geschichten nicht schlechter und Kinder sind auch meist nicht so dämlich, dass sie sich durch Bücher solche Verhaltenscodices aufschwatzen lassen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht sollte man sich mal wieder darauf besinnen, schöne Geschichten schöne Geschichten sein zu lassen und schöne Bilder schöne Bilder.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Buch ist sicher nicht schlechter als ein anderes, nur weil es nicht von einem großen Autor geschrieben wurde und nur weil es einfach nur eine Geschichte ohne Hintergedanken enthält.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ehrlich gesagt lege ich diese Bücher, die von den Gelehrten als Weltliteratur angepriesen werden, oftmals wieder weg weil sie schlicht langweilig sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich quäle mich doch nicht durch 300 Seiten hintergründige Gesellschaftskritik, wenn nichts spannenderes passiert alsdass sich zwei Leute unterhalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da mag der Schreibstil noch so ausgefeilt sein und das Buch vor Anspielungen auf Missstände nur so wimmeln, es landet auf dem Stapel der Bücher, die man gerne im Regal stehen hat damit Besucher sehen wie gebildet man ist, die aber niemals jemand wirklich gelesen hat. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Und damit verbleibe ich mit einem Hoch auf &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Lycidas-Christoph-Marzi/dp/3453530063/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1214053301&amp;sr=1-1&quot;&gt;Lycidas&lt;/a&gt;, dessen Autor vielleicht auch einfach nur eine Geschichte erzählen wollte.&lt;/p&gt;&lt;p /&gt;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 21 Jun 2008 14:23:44 +0200</pubDate>
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    <category>3 Mal nachgedacht</category>

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