Über dem Tellerrand (Neue Kategorie)
Dauerhafte Einträge
Ich bekomme immer mal wieder Anfragen von anderen Projekten, ob ich nicht Links tauschen oder gar einen sponsored Link auf meiner Seite platzieren möchte.
Nunja, gegen eine fairen Linktausch habe ich nichts. Sponsored Links kommmen mir aber nicht auf die Seite. Pichens Blog ist ein ehrliches Spaßprojekt und das bedeutet:
- Ich will kein Geld damit verdienen!
- Ich lasse mich nicht dazu verpflichten, etwas in meinem Blog zu veröffentlichen!
Wenn aber jemand sein Projekt bekannter machen möchte, kann ich ihm etwas anbieten, was für Suchmaschinen in der Regel um einiges wertvoller ist, als ein blanker Link auf einer Linkseite:
Schreibt mir eine Mail, beschreibt kurz euer Projekt, seie es eine normale Seite, ein Blog, ein Youtube Channel oder eine Veranstaltungsseite ...
Wenn das Thema interessant ist, könnt ihr einen Bericht über euer Projekt verfassen mit Textlinks, Bildern und was euch sonst noch so einfällt.
Ich werde keine typischen Werbetexte veröffentlichen, die den Leser dazu auffordern etwas zu kaufen oder sich irgendwo einzuloggen. Einen netten Bericht über ein Onlinespiel, ein Rollenspielportal, eine Informationsseite, ein Forum oder was auch immer werde ich gerne veröffentlichen.
Die Bedingungen sind:
- Der Bericht muss interessant für die Zielgruppe des Blogs sein.
- Keine Werbetexte
- Keine Plagiate. Der Text darf kein 2. Mal im Internet auftauchen.
- Es darf keine Urheberrechtsprobleme mit Texten und Bildern geben.
- Ihr berechtigt mich, Texte und Bilder zu veröffentlichen.
- Im Gegenzug richtet ihr mindestens einen Link zu meinem Blog mit Beschreibungstext auf eurem Web-Projekt ein.
- Es gibt auf beiden Seiten keine Verpflichtung, Links und Texte zu veröffentlichen. Wenn ihr meinen Link aber von der Seite nehmt, mache ich selbiges mit eurem Bericht.
Für diese Texte habe ich eine neue Kategorie namens "Über dem Tellerrand" eingerichtet. Denn das ist es ja eigentlich, was man tut wenn man fremde Projekte im eigenen Projekt vorstellt. Man wirft einen Blick über den Tellerrand, entdeckt unbekannte Dinge und erweitert damit hin nd wieder sogar seinen Horizont.
Also: Wer Lust hat, sein Projekt hier vorzustellen, sei herzlich eingeladen, mir zu mailen :)
in Über dem Tellerrand am Freitag, 20. April 2012 09:07
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Was würdest du tun?
Mittwoch, 9. Mai 2012
Was würdest du tun, wenn Jesus zu dir käme und dich fragte, ob du mit ihm gegen willst um das Wort des Herren zu verkünden? Vor ein paar Jahren war ich eine Zeit lang zu Gast in einem Bibelkreis einer evangelisch freikirchlichen Gemeinde. Als es eines Tages darum ging, wie Jesus seine Jünger nach und nach um sich schaarte, warf jemand genau diese Frage in den Raum. Wir stimmten ab. Wer meinte, dass er mitgehen würde hob die Hand, wer nicht, sollte die Hand unten lassen. Es ist schon eigenartig, in einem Kreis von Jugendlichen zu sitzen und als einzige nicht zu tun, was alle anderen machen. Ich ließ im Gegensatz zu allen anderen die Hand unten.
Ich würde niemals mit einem fremden Menschen mitgehen, nur weil dieser mir sagt er wäre der Sohn Gottes! Immerhin ist es ja nicht so, dass man in einer Person ganz plötzlich erkennen könnte, dass sie der lange erwartete Messias, der Sohn von Gott ist. Der kann mir ja viel erzählen! Natürlich ist es einfach für einen Christen zu sagen, man würde Gott folgen, wenn dieser einen nur dazu auffordern würde, doch stellen wir uns diese Situation einmal vor:
Freitag, 18:00 Uhr, Feierabend. Ottonormalverbraucher ist nach einem langen Arbeitstag endlich nach Hause gekommen und freut sich auf einen gemütlichen Abend mit Fernsehen und Bier. Der Ehepartner ist auch schon da und zwei quirlige Kinder streiten sich um die Fernbedienung. Die Pizza ist bestellt, es klingelt an der Tür, doch anstatt des Pizzaboten grinst ihn ein Mann mit langen Haaren, Dreitagebart und verlotterter Kleidung an. "Ich bin der Messias!" Sagt er. "Du bist auserwählt mir zu folgen und die Botschaft Gottes in die Welt zu tragen!" Mal ehrlich: Was würdest du tun? Also ich würde ihm sagen, dass ich nichts an der Tür kaufe, ihm einen schönen Tag wünschen und die Tür wieder schließen!
Die Geschichten in der Bibel sind ja ganz schön, und auch nachvollziebar. Aber es sind nunmal Geschichten die in einer ganz anderen Zeit spielen. Geschichten von denen wir überhaupt nicht wissen, wieviel davon wirklich der Wahrheit entspricht und Geschichten, die dafür da sind, erzählt zu werden.
Das bedeutet, dass diese Geschichten gekürzt wurden, wenn sie drohten langweilig zu werden und an spannenden, eindrucksvollen Stellen aufgebauscht wurden. Vielleicht hat es Jesus tage-, ja wochenlange Überzeugungsarbeit gekostet, seine Jünger für seine Mission zu gewinnen, vielleicht hatten seine Jünger aber auch einfach nichts besseres zu tun. Vielleicht wollten sie Abenteuer erleben und das Land sehen, vielleicht war man früher nicht so gebunden an die eigene Existenz und viel offener Veränderungen gegenüber. Vielleicht war der Stellenwert des Jobs, der Karriere weniger hoch, vielleicht gab es weniger Diebe, Betrüger, Vergewaltiger, oder es war einfach noch nicht in Mode, mit dem Erzählen falscher Geschichten seine Opfer zu locken.
Der Mensch heute, ob Christ oder nicht, ist viel zu vorsichtig um einem Typen zu folgen, der behauptet der Messias zu sein. Ich glaube nicht, dass ein Christ heutzutage daran glaubt, dass Jesus an seine Tür klopfen könnte.
Wenn das passieren würde, wenn Jesus wirklich auf die Erde käme, wären die heutigen Musterchristen wahrscheinlich die ersten, die sich pikiert fühlen würden. Sie würden denken, dass dieser Fremde sie auf den Arm nimmt, ihre Religion verhöhnt. Sie würden die ersten sein, die den Telefonhörer in die Hand nähmen, um die Polizei zu rufen. (Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein)
Jesus würde sich über kurz oder lang als möglicher Vergewaltiger, Sektenführer oder armer Irrer unter Drogenverdacht im Gewahrsam der Polizei wiederfinden.
Die Welt heutzutage hat keinen Platz für Wunder, die ausserhalb der Kinoleinwand passieren.
Wer einem Mann folgt, der behauptet, Jesus zu sein, wird vom Rest der Gesellschaft für verrückt gehalten. In 99% der Fälle wird die Gesellschaft damit Recht haben.
Und dieses eine Prozent, das übrig bleibt, wird wahrscheinlich nicht von denen erkannt, die ihre Gläubigkeit am stärksten propagieren.
Die ersten, die Jesus folgen würden, wären die, die sowieso nichts mehr zu verlieren haben. Bettler, Obdachlose, Drogenabhängige, Verzweifelte, Todkranke, Depressive, generell geistig Labile, all jene halt, die der Gesellschaft bereits den Rücken gekehrt haben und bei denen es keine Rolle spielt, ob und wo sie am nächsten Morgen aufwachen. Erst wenn die Kampagne auf eine Größe angewachsen wäre, die die Medien dazu anregt, darüber zu berichten, würden auch wir Normalchristen daraufar aufmerksam werden und vielleicht realisieren, dass der Typ der vor 5
Jahren an unsere Tür geklopft hat, wirklich etwas Besonderes ist.
Erst Jahrzehnte später würde ein Nachkomme jener Hoffnungslosen, die Jesus ganz am Anfang folgten, all die Taten dieses neuen/alten Jesus ordnen, indem er Blogbeiträge durchforstet und auf Rändern von Zeitungspapier niedergeschriebene Notizen aufarbeitet. Ein neuESTES Testament würde entstehen, das über das Wirken von Jesus in der Moderne berichtet. Doch es würden wiederum Jahre vergehen, bis es als Teil der Bibel anerkannt würde.
Letztentlich denke ich, dass Jesus durchaus zu uns kommen könnte, doch die Wahrscheinlichkeit, dass wir ihn als den erkennen, der er ist, ist äusserst gering.
Die Wenigsten würden wirklich alles stehen und liegen lassen um ihm zu folgen. Jesus ist der Held der Schwachen, der Erniedrigten, der Gedemütigten, der Träumer, Visionäre und Weltverbesserer. Sie würden die ersten sein, die ihm folgen.
Wir Ottonormalchristen würden all das nur an unseren Fernsehschirmen verfolgen, während wir zu sehr mit unseren weltlichen Problemen beschäftigt sind um zu merken, dass eigentlich wir diejenigen sein müssten, die für Jesus in der ersten Reihe stehen.
___
Das Kommentarfeld ist für euch freigeschaltet: Schreibt eure Meinung, eure Vision, stimmt mir zu oder überzeugt mich vom Gegenteil. Ich bin gespannt auf das, was ihr zu sagen habt.
Unverschämtes Glück vs. reale Leistung
Sonntag, 6. Mai 2012
Das ist ein Thema, was mich schon mehrere Jahre beschäftigt.
Was bestimmt eigentlich unser Leben? Ist es die Leistung, die wir erbringen? Ist es der Erfolg der eigenen Anstrengung, die uns zu nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft macht und die Manager von den Harz4-Empfängern unterscheidet? Oder ist das Leben fremdbestimmt?
Ein Manager wird diese Behauptung des Erfolges durch eigene Leistungen wahrscheinlich mögen und auch propagieren. Ein Harz4-Empfänger dagegen wird es nicht gerne sehen, wenn ihm vorgeworfen wird, wegen mangelnder Anstrengung in diese Situation geraten zu sein.
Fakt ist, dass das Leben nicht fair ist. Wir kommen mit unterschiedlichen Defaults in unserem Leben an und müssen gucken wie wir damit klar kommen. Dazu zählt nicht nur eine gewisse Grundintelligenz (An die ich übrigens nur bedingt glaube) und die gesellschaftliche und finanzielle Stellung der Eltern, sondern auch (und daran glaube ich wirklich) unsere geerbte Mentalität. Die Fähigkeit, mit Stress und Ängsten fertig zu werden und Niederlagen zu verdauen ist nicht nur davon abhängig, wie ein Mensch gelernt hat, damit umzugehen, sondern auch von der Fähigkeit des Körpers, die dazu wichtigen Hormone zu produzieren, auszustoßen und abzubauen.
Mancher wächst in übelsten Verhältnissen auf, wird in seiner Kindheit misshandelt, rutscht in die Kriminalität ab und schafft dann doch den Absprung in ein Leben, das von der Gesellschaft akzeptiert wird. Ja, macht vielleicht sogar richtig Karriere.
Manch anderer wird in ein gutes Elternhaus geboren und bekommt, sobald er selbst für sein Leben verantwortlich ist, kein Bein mehr auf den Boden.
Person 1 wird für seinen Ehrgeiz und seinen Erfolg bewundert, Person 2 wird generell eher verachtet. Immerhin hat sie aus viel besseren Grundvoraussetzungen viel weniger gemacht, als Person 2.
So sieht Mensch das. Aber Mensch ist im Allgemeinen ein vorurteilsbehaftetes, kurzsichtiges Wesen auf dessen Einschätzung man nicht so viel geben sollte.
Vielleicht ist Person 1 mit einer Mentalität geboren worden, die ihm Niederlagen als nicht so schwerwiegend empfinden lässt. Vielleicht gab es immer wieder Menschen, die Person 1 im richtigen Moment eine helfende Hand entgegengestreckt haben. Vielleicht war Person 1 hin und wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Vielleicht ist Person 1 tief genug gesunken, um andere merken zu lassen, dass sie dringend Hilfe benötigt.
Vielleicht hätte Person 2 ebenfalls Hilfe benötigt, ist aber nie stark genug aufgefallen um diese auch zu erhalten. Vielleicht dachten alle, dass Person 2 mit ihren guten Voraussetzungen auch so klar kommt. Vielleicht hatte Person 2 nicht die Fähigkeit, nach Hilfe zu rufen oder ihre Rufe sind überhört worden.
Erfolg und Misserfolg sind Dinge, die meiner Meinung nach von vielen Faktoren abhängig sind. Unverschämtes Glück spielt dabei eine entscheidende Rolle, auch wenn es sich die Erfolgreichen sehr ungern eingestehen möchten.
Wir sind uns gar nicht so darüber bewusst in wie vielen Situationen wir nur durch Glück einen Erfolg erzielen. Seie es, dass in einer Prüfung genau die richtigen Fragen gestellt werden - oder die, auf die wir uns nicht vorbereitet haben nicht vorkommen, sei es dass wir zufällig für ein Vorstellungsgespräch ein Kleidungsstück wählen, das dem Gesprächspartner gefällt oder einen Kommentar fallen lassen, der uns gerade für diesen einen Gesprächspartner sympathisch wirken lässt.
Gerade wenn es um das Miteinander von Menschen geht, spielt eine so große Anzahl von Kleinigkeiten eine Rolle, die wir nur unbewusst beeinflussen können und die im Allgemeinen nicht planbar sind. Ein dämlicher Spruch wird in den meisten Fällen negativ aufgefasst. Es kann aber auch sein, dass gerade dieser Faux Pas einen Vorgesetzten an seine eigene Jugend erinnert und ihn dazu bringt, dem Jüngeren eine Chance zu geben.
E kann aber auch einfach ein Fehler sein, der übersehen wurde oder die Loorbeeren die man für eine Sache erntet, die einfach so gut gelaufen ist. Erfolg motiviert.
Im Gegensatz dazu können all diese Beispiele auch schief gehen. In einer Prüfung können genau die Lernlücken angesprochen werden, wohingegen die Bereiche in denen man sicher ist, ignoriert werden. In einem Vorstellungsgespräch können wir den Gesprächspartner zufällig an seinen ärgsten Feind erinnern und wir können an einen Vorgesetzten geraten, der eine kluge Bemerkung als Unverschämtheit auffasst und/oder einfach nicht unsere Sprache spricht.
Wir können an Lehrer geraten, die jeden Fehler unsererseits finden und auch Dinge, die richig gemeint sind aufgrund von unglücklicher Formulierung als Falsch anstreichen.
Es kann eine Reihe von Flüchtigkeitsfehlern sein, die uns in einer gut vorbereiteten Prüfung die verdiente Note versauen. Es kann unsere eigene Nervosität dafür sorgen, dass wir gänzlich durchfallen. Wir können zu schüchtern sein, es nochmal zu versuchen oder wir können bei einem erneuten Versuch scheitern, weil uns eine einzige Frage so sehr durcheinanderbringt, dass wir nicht mehr klar denken können.
Ein unverdienter Erfolg kann einen Menschen dazu ermutigen, sich von jetzt an mit sehr viel mehr Energie in eine Sache zu stürzen.
Zu viele Misserfolge trotz großer Anstrengungen können einen Menschen zu der Überzeugung führen, dass es eh keinen Zweck hat, sich Mühe zu geben. Sie können ihm den Mut nehmen etwas Neues anzufangen und sie können dazu führen, dass diese Menschen weit unter ihren Möglichkeiten arbeiten und leben.
Wenn ich Leute abfällig über Arbeitslose reden höre, bekomme ich immer ein beklemmendes Gefühl in der Magengegend und muss mich dann sehr stark beherrschen um nicht wütend zu werden.
Meistens werde ich es doch, denn hinter jedem, der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt steht ein Schicksal das ich nicht mit ihm teilen möchte und eine Reihe von Ereignissen, in denen eben jene helfende Hand nicht gereicht oder zufällig übersehen wurde.
Wir stehen in unserem Leben oft vor der 50/50 Entscheidung die unser weiteres Leben stark beeinflusst, von der wir aber nicht wissen, in welcher Weise und ob es nun gut oder schlecht ist, die Entscheidung in eine Richtung zu treffen.
Wir können gewinnen, aber wir können auch verlieren. Und wer oft gewonnen hat, verliert den Blick dafür, das es auch hätte anders laufen können.
in 3 Mal nachgedacht um 10:52
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Was ich hasse
Sonntag, 15. April 2012
Wisst ihr was ich hasse?
Werbung auf Internetseiten. Und damit ist nicht die Werbung gemeint, die am rechten Rand der meisten Seiten auftaucht und Stil und Farbgebung eben jender durcheinanderbringt.
Ich meine die Werbung die in Maximalgröße aufploppt, sobald man eine Seite öffnet und die einem erzählt dass man irgend so ein bescheuertes Onlinespiel unbedingt spielen muss. Oftmals ist der Aus-Knopf der Anzeige wie bei einem Windowsformular rechts oben durch ein X gekennzeichnet. Doch klickt man auf das X, wird die Werbung nicht wie erwartet geschlossen, sondern es wird ein Link zu dem umworbenen Onlinespiel geöffnet.
Wenn ich Glück habe, passiert das in einem neuen Browsertab und ich kann die dämliche Seite sofort wieder schließen. Wenn ich Pech habe, öffnet sie sich im aktuellen Tab und wenn ich einen Schritt zurückgehe, öffnet sich wieder die unerwünschte Werbung.
Ganz toll sind auch Flashfilmchen die mir in schmerzhafter Lautstärke irgendwas über die neuesten Diätrezepte verklickern. Das ist super, wenn ich beim Schließen des Browsers in einem meiner 20 Tabs eine dieser Seiten vergessen habe zu schließen. Beim erneuten Starten des Browsers fahre ich plötzlich zusammen weil ohne ersichtlichen Grund Musik an geht und eine fremde Stimme mich anbrüllt, ich solle doch die Seife von der und der Firma kaufen weil sie besser wäre als andere.
Gehts noch?
Liebe Leute. Ich werde unter Garantie kein Produkt kaufen von dem mich die Werbung nervt. Und ich werde ganz sicher dieses Onlinespiel, das mich mittlerweile schon beim Surfen verfolgt spielen. Vielleicht hätte ich es ausprobiert wenn die Werbung mich nicht jedes Mal bis kurz vor einen Wutanfall bringen würde. Aber so nicht!
Und - mal ganz logisch überlegt - meint ihr wirklich, dass ihr Kunden werben könnt indem ihr sie mit gefaketen Aus-Knöpfen verarscht?
Referenztypen und Wertetypen in Programmiersprachen
Donnerstag, 5. April 2012
Diese Erkenntnis ist eigentlich schon ein paar Jahre alt, war aber damals für mich durchaus ein AHA-Erlebnis und hat deswegen ein Recht, in dieser Kategorie aufzutauchen.
Ich machte damals meine ersten wackeligen Gehversuche mit der Programmiersprache Java, die obendrein mein erster Berührungspunkt mit der Programmierung von GUIs war. Vorher habe ich mich ausschließlich mit Konsolenanwendungen herumschlagen dürfen.
Man hatte mir vor allen Dingen eines eingeschärft: "Variablenübergabe in Java ist immer By Value") - was eigentlich nur heisst:
Wenn ich einer Funktion eine Variable als Parameter By Value übergebe, übergebe ich immer eine Kopie. Was auch immer ich in der Funktion damit mache, der ursprüngliche Wert der Variable wird dadurch nicht beeinflusst.Gebe ich die Änderungen also nicht zurück an die übergeordnete Funktion, sind sie nach Ablauf dieser Funktion weg.
By Reference übergibt nicht den Wert der Variable als Kopie sondern einen Zeiger auf den Ort im Speicher, an dem der Wert der Variable hinterlegt ist. Ändert man einen By Reference übergebenen Wert innerhalb einer Funktion, ändert man den ursprünglichen Wert. Das erspart dem Programmierer an vielen Stellen mühseelige Zurückgeberei von errechneten Werten, macht den Code aber für andere Programmierer schwer lesbar.
Java nutzt also immer By Value. Halten wir das fest.
Ich programmierte also lustig vor mich hin und stand plötzlich vor dem Problem, dass ich aus einer Methode eines eigenständigen Objekts heraus mehrere Steuerelemente innerhalb eines Formulars ändern wollte. Der simple Trick mit dem Rückgabewert und einer If Anweisung funktionierte nicht, denn ich wollte in einem Rutsch viele Steuerelemente ändern.
Ich hätte so etwas wie eine Liste oder ein Array zurückgeben können, aber dann hätte ich mit der Auswertung der Rückgabe einen Großteil der Funktionalität meiner Objektmethode nach aussen in das Formular packen müssen, was mir irgendwie unsinnig erschien.
Ich probierte also etwas, was meiner Meinung nach nicht funktionieren konnte und übergab die zu ändernden Steuerelemente an die Methode. Immer noch im festen Glauben, ich würde eine Menge von Kopien erstellen, von denen ich nicht wusste, wie ich sie zurück in mein Formular kriegen würde.
Aber egal. Erst mal starten und gucken was passiert.
Ich startete das Programm, und es tat etwas Unerwartetes. Es funktionierte wie geplant.
Ich war baff!
Mein AHA-Schluss von damals war: "Bei Java sieht es aus wie By Value, bei Objekten ist es aber im Hintergrund by Reference!"
Zum Überleben reicht diese Erkenntnis, so ganz korrekt ist sie aber nicht.
In Wirklichkeit ist es aber viel lustiger:
Es gibt in vielen Programmiersprachen Referenztypen und Wertetypen.
Wertetypen sind die Dinger, die man in der Regel ganz am Anfang
beim erlernen einer Sprache um die Ohren gehauen kriegt. Integer,
Float, Char, Byte, Boolean, ... Man nennt sie auch Primitive Datentypen.
Weist
man also einer Variable B eine Variable A zu, enthält B eine Kopie
von A, die unabhängig von A ist.
Beispiel (VB.NET - weil ich die Java Syntax erst wieder nachschlagen müsste )
dim A as Integer = 6
dim B as Integer = A
A = A - 2
Ergebnis:
A=4
B=6
Referenztypen sind auf Klassen basierende Objekte, Strings und Arrays. Wie der Name schon sagt wird hier nicht mit dem Objekt an sich, sondern mit einer Referenz auf ein Objekt gearbeitet. Weist man also Variable A ein Objekt zu und setzt dann A = B, enthalten A, sowie B nur eine Referenz auf ein und dasselbe Objekt.
Beispiel (VB.NET )
dim A as new Testobjekt()
dim B as Testobjekt = A
B.dispose
Ergebnis:
A = Nothing
B = Nothing
Übergebe ich also einen Referenztypen (beispielsweise unser Testobjekt) By Value an eine Funktion, wird brav eine Kopie erstellt, aber eine Kopie der Referenz. Die zeigt aber nur auf die Stelle im Speicher, an der sich unser Testobjekt befindet. Alle Änderungen, die ich also innerhalb der Funktion mache, mache ich an unserem ursprünglichen Testobjekt.
Alles klar?
Na also!
Wieder was gelernt.
Ach übrigens, bei VB.NET funktioniert das genauso, auch wenn man da zwischen By Ref und By Val wählen kann.
in Wieder was gelernt um 23:43
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Youtube Kindervideos
Freitag, 30. März 2012
Dass man auf Youtube fast alles veröffentlichen kann, was man möchte ist eine schöne Sache. Ich könnte (und tu es auch) stundenlang dort stobern zwischen interessanten Tutorials, niedlichen Tiervideos und Berichten über aussergewöhnliche Menschen. Nur leider stellt sich mir immer mal wieder die Frage, ob manche Leute wirklich genau darüber nachgedacht haben, was sie da für Allewelt sichtbar ins Internet stellen.
Gerade bei den achsoniedlichen Kindervideos wäre ich als Elternteil skeptisch. Es ist natürlich total knuffig, klein Fritzi zu beobachten, wie er klein Lena ein Küsschen auf die Wange drückt, aber werden Lena und Fritz ihren Eltern dankbar sein, dass sie dieses Video veröffentlicht haben, wenn sie erst mal in die Pubertät kommen?
Immerhin haben nicht nur wir Erwachsenen Zugang zu den gesammelten familiären Peinlichkeiten, sondern auch Fritzis und Lenas Klassenkameraden.
Und wären es nur solche Videos, wäre es ja gar nicht so schlimm. Aber Eltern veröffentlichen auch Videos von nackten Kleinkindern beim Pinkeln (toller Stoff fürs Klassenmobbing) und Aufnahmen von lustigen (und peinlichen) Unfällen.
Am übelsten stoßen mir aber diese pseudopädagogischen Videos auf, in denen Eltern ihre Kinder erziehen und dann auch noch als Kommentartext darunter schreiben wie toll sie ihrem Kind da eine Lektion erteilt haben.
Als Beispiel fällt mir ein Video ein von einem Jungen, der vor Weihnachten alle Geschenke ausgepackt hatte um zu sehen was drinn war. Die Mutter schaffte alle Geschenke weg und eröffnete dem Kind als es aus der Schule kam, dass sie alle Geschenke zurück in den Laden gebracht hat und er jetzt nichts zu Weihnachten bekäme.
Soweit so gut. Die Idee und der Schockeffekt mögen ja als Denkzettel gar nicht so eine schlechte Idee gewesen sein. Aber dass die Mutter ihr Kind gefilmt hat, während sie ihm all das eröffnete und das Kind logischerweise rotz und Wasser heulte, halte ich für grausam und absolut unnötig. Dieses Video auch noch zu veröffentlichen sprengt den Rahmen völlig und ich möchte nicht in der Haut des Kindes stecken wenn seine Klassenkameraden das Video in die Finger bekommen.
Liebe Mütter und Väter. Bitte bedenkt jedes Mal, wenn ihr Material über euer Kind im Internet veröffentlicht folgendes:
- Was einmal im Netz ist, geht unter Umstenden nie mehr weg. Selbst wenn ihr es löscht, es gibt keine Garantie, dass nicht irgendjemand eine Kopie davon gemacht hat, die er wieder veröffentlichen kann.
- Was heute niedlich ist, ist für das Kind höchstwahrscheinlich irgendwann peinlich.
- Jeder weiss, wie euer Kind aussieht. Damit kann jeder herausfinden, wo eure Schwachstelle ist. Je nachdem, was ihr veröffentlicht, können Menschen mit bösen Absichten herausfinden, wo euer Kind zur Schule oder in den Kindergarten geht, was es mag und womit man es mit großer Sicherheit dazu bewegen kann, mit einem Fremden mitzugehen.
Wenn ihr als Erwachsene ein Foto, ein Video, oder einen Text von euch ins Internet stellt, müsst ihr euch darüber im Klaren sein, dass das Konsequenzen haben kann. Wenn es dann zu Konsequenzen kommt, habt ihr es euch selbst eingebrockt.
Die Lösung muss nicht sein, gar nichts mehr im Internet zu veröffentlichen. Klug ist es aber, nur das zu veröffentlichen, mit dessen Konsequenzen man leben kann.
Euer Kind kann diese Entscheidung aber nicht treffen. Deswegen ist es doppelt schlimm, wenn es dadurch in Schwierigkeiten gerät.
Bits und Bytes
Montag, 5. März 2012
Im Allgemeinen weiss man folgendes: 8 Bit -> 1 Byte
Und das reicht an sich auch zum Überleben.
Interessant ist aber, dass ein Byte eigentlich keine zufriedenstellende Definition ist, da dieser Ausdruck über die Jahre für recht viele Anzahlen von Bits verwendet wurde und eher so was wie eine Handvoll einer kleineren Einheit bedeutet. Zufriedenstellender wäre es, das Computerbyte Oktett zu nennen. So wäre es auch ISO-konform.
Anfangs war das Byte einfach nur die Anzahl von Bits, die für die Kodierung eines Schriftzeichens notwendig waren. Je nach Rechnerarchitektur und Zeichensatz konnte das unterschiedlich sein.
Der ASCII Zeichensatz kodieret ein Zeichen beispielsweise mit 7 Bit, bei einem Telex hat ein Zeichen 5 Bit und das Nixdorf System 820 (1967-1979) brauchte sogar 12 Bit dafür, was genau einer Zeile auf einer Lochkarte entsprach.
Das Bit übrigens ist ein Kunstwort, das aus den Worten Binary und Digit kreiert wurde.
Komischwerweise stammt Byte auch vom 'bit' ab, allerdings ist hier die englische Bedeutung des Wortes 'bit' für Bisschen, also eine kleine Menge gemeint. Das andere Wort, das als Ursprung des Begriffs genannt wird ist 'bite' (englisch: Bissen).
Wieder was gelernt :)
Serotonin
Sonntag, 22. Januar 2012
Serotonin wird im Volksmund als Glückshormon bezeichnet. Bekannt ist, dass dieses Hormon in Nahrungsmitteln wie Kakao, Bananen und Walnüssen vorkommt. Bekannt ist auch, dass man sich nach dem Genuss von Bananen oder Schokolade oft besser besser fühlt, was viele Leute auf den Gehalt an Serotonin zurückführen.
Serotonin kann aber nicht die Blut-Hirnschranke überschreiten. Vielmehr sorgen die Kohlenhydrate in den Nahrungsmitteln dafür, dass im Gehirn Neurotransmitter produziert und ausgeschüttet werden und so eine Anhebung der Stimmung bewirkt wird.
Wunder der Wissenschaft.
in Wieder was gelernt um 14:59
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Wieder was gelernt
Sonntag, 22. Januar 2012
Es vergeht kein Tag in unserem Leben, an dem wir nichts lernen. Wir sind uns nur nicht darüber bewusst, dass unser Gehirn jede neue Information abspeichert, bewertet und wir darauf zurückgreifen sobald wir wieder eine ähnliche Situation erleben. Manchmal führt uns eine Erfahrung auf einen guten, manchmal auf einen schlechten Weg, lässt uns offener oder verschlossener werden, lässt uns Ängste und Vorlieben entwickeln.
Auf einer viel bewussteren Ebene aber ist Lernen das Erlangen von Wissen, ob es nun Fach- oder Allgemeinwissen ist. Im Grunde genommen ist die Grenze zwischen Fach- und Allgemeinwissen eh fließend und sehr davon abhängig in was für einer Gesellschaft man sich temporär befindet.
Die interessanteste Art von Wissen ist Wissen, das ich jetzt mal mit dem wohlklingenden Namen "AHA-Wissen" benennen will. Wissen, dass man manchmal absichtlich erlangt weil plötzlich eine Frage auftaucht, die man unbedingt beantwortet haben will, oder auch Wissen, das ganz zufällig im Alltag auftaucht und einem das Gefühl gibt als hätte man jetzt zu einem weiteren Bruchstück verstanden, wie die Welt funktioniert.
Immer also, wenn ich mir denke "AHA, so ist das also!", schreibe ich es auf. Spannend, oder?
Ist das Glas halb voll oder halb leer?
Samstag, 21. Januar 2012
Welches Glas?
Mir wurde vor kurzem diese Frage gestellt und ich konnte nicht so recht darauf antworten. Bin ich ein Pessimist, oder ein Optimist? Wie bewerte das was ich habe und das was sich ereignet?
Ich weiss es einfach nicht. Dinge passieren, und wenn Mist passiert finde ich das blöd, und wenn etwas Schönes passiert, dann freue ich mich.
Ich habe keine großen Wünsche für die Zukunft. Wenn ich meinen Job behalte und mich weiterhin gut mit meinen Kollegen verstehe, bin ich vollkommen zufrieden. Wenn es dann auch noch Leute gibt, die sich kringelig freuen, wenn ich es trotz meiner kruden Arbeitszeiten noch zu einem Treffen schaffe, ist mein Optimum erreicht.
Dann ist die Welt schön!
Mit Optimismus oder Pessimismus hat das allerdings nichts zu tun, denn das beinhaltet ja immer eine Art Prognose, die man sich selbst stellt. Diese Prognose lasse ich aus, denn ich weiss im Moment nicht wie ich meine Zukunft einschätzen soll.
Es gibt kein Glas, das ist alles!
SPLAT! by David Cummins powered by Serendipity v1.4.1




